Hormontherapie

Mit einer Hormontherapie sanft ein hormonelles Ungleichgewicht geseitigen; Foto: Pixabay, dario-valenzuela

Eine Hormontherapie braucht eine klare Diagnose ; dario-valenzuela-664389-unsplash(1)

Hormontherapie ja – und zwar mit 100 % bioidentischen potenzierten Hormonen. Die geringen Reize können bei einem Ungleichgewicht im Hormonsystem sanft ihre Wirkung entfalten.

Hormone kommen zwar in äußerst geringer Konzentration im Blut oder Speichel vor – doch sie haben eine große Wirkung in unserem Körper. Sie steuern den menschlichen Körper und seine Funktionen: Fortpflanzung, Wachstum, Verdauung, Stoffwechsel, Immunsystem. Geringste Abweichungen können eine große Wirkung haben.

Darum ist es falsch zu denken, dass Viel viel hilft!

Hormontherapie mit Steroidhormonen

Die Steroidhormone sind eine Gruppe chemisch ähnlicher Hormone. Sie haben alle  Cholesterin als Ausgangsstoff (das sollte uns auch kritisch über Cholesterinsenker nachdenken lassen). Dazu gehören

  • die Sexualhormone  Östrogen (v. a. Östradiol, Östriol und Östrogen), die Androgene (v. a. Testosteron) und die Gestagene (v. a. Progesteron) sowie DHEA
  • das Stresshormon Cortisol

Schon bei ihrer Bildung beeinflussen Sie sich wechselseitig. Die Hormontherapie berücksichtigt das.

Sexualhormone

Alle Sexualhormone werden sowohl von Frauen als auch von Männern gebildet. Zyklusunregelmäßigkeiten, ungewollte Kinderlosigkeit, Wechseljahrsbeschwerden bei Frauen lassen an eine Hormonanalyse denken. Bei Männern werden z.B. vorzeitige Glatzenbildung, Leistungsabfall, Prostatabeschwerden  oder aggressives Verhaltenmit einem zu Viel oder zu Wenig der Sexualhormone in Verbindung gebracht.

Hormone steuern Haarwuchs

Zu viel oder zu wenig Hormone wirken sich auf den Haarwuchs aus; Foto: Pixabay Pexels

 

Doch das greift zu kurz. Psychische Beschwerden, Migräne, mangelhafte Knochendichte, Arthrose und Gelenkbeschwerden in und nach den Wechseljahren können an eine Hormontherapie mit bioidentischen Hormonen denken lassen.

Cortisol und DHEA in der Hormontherapie

Cortisol ist eines unserer wichtigsten Stresshormone. Das lebenswichtige Hormon wird ausschließlich in der Nebennierenrinde gebildet. Es lässt uns morgens in den Tag kommen und liefert uns die Energie für herausfordernde Aufgaben.Zum Abend hin sinkt es stetig ab. Cortisol wirkt dämpfend auf das Immunsystem und bremst entzündliche Reaktionen. Ohne Cortisol würde ein Mensch nur wenige Tage überleben.

Kommt es hingegen zu einem chronischen Stress verändert sich der Tagesverlauf der Cortisolfreisetzung: er sinkt auch zum Abend hin nicht mehr deutlich ab (das kann ein Grund für Schlafstörungen sein). Allerdings kommt es auf dem hohen Niveau weiterhin zu der Rhythmik der geringen Cortisolwerte nachts und einem Anstieg am Morgen.

Eine Hormonthjerapie kann bei Stress hilfreich sein, Foto: Pixabay

Stress und seine Folgen kann eine Hormontherapie ratsam machen, Foto: Pixabay

 

DHEA hat eine Aufgabe als Sexual-Prohormon und Gegenspieler zum Cortisol. Es besitzt auch  viele positive Effekt auf das Herz-Kreislauf-System. In allen unseren Zellen schützt DHEA die Mitochondrien, die „Energie-Kraftwerke“ der Zellen. Es scheint auch im Gehirn Aufgaben von Nervenbotenstoffen zu übernehmen.

Mit dem Älterwerden  sinkt jedoch der DHEA-Spiegel. Eine erhöhte Infektanfälligkeit oder eine geringere Stresstolernz im Alter werden damit in Zusammenhang gebracht.

Hormontherapie braucht eine gute Diagnostik

Hormone beeinflussen  sich wechselseitig und steuern in jeder Sekunde unseres Lebens den menschlichen Körper und seine Funktionen. Darum ist eine gute Diagnostik so wichtig!

Nur der Speicheltest  gibt Aufschluss über den Anteil der freien aktiven Hormone. Das ist vor allem bei einer Hormontherapie über die Haut (z. B. Pflaster oder Creme) sehr wichtig. Es kann nämlich sein, dass das Gewebe ausreichend gesättigt ist – doch der Anteil der freien Hormone ist viel zu hoch. Nur der Speicheltest gibt darüber Auskunft.

Schon geringste Mengen an Hormongaben können eine eine große Wirkung entfalten.  Darum arbeite ich mit potenzierten bioidentischen Hormonpräparaten. Je nach Bedarf und individueller Situation ergänze ich das mit einem pflanzlichen Präparat oder Mikronäherstoffen.

Damit sich die feinen Wirkkräfte der potenzierten bioidentischen Hormone auch entfalten können ist eine gesunde Darmschleimhaut und ein freier Zwischenzellraum notwendig. Darum beginnt  bei  mir oft eine Hormontherapie mit einem Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts. Oder ich entscheide mich für eine Ausleitungstherapie. In meiner naturheilkundlichen Arbeit lege ich großen Wert darauf, Zusammenhänge zu erkennen und zu behandeln.

Die Hormontherapie braucht einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt; Foto: Pixabay

Hormontherapie brauchen einen freien Zwischenzellraum, Foto: Pixabay